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KILLESBERGHÖHE

ist zu lesen. Urkundlich erwähnt wurde der Name erstmals 1292, seine Schreibweise mit P aber erst ab 1700 notiert. Doch P wie Parlerstraße bedeutet noch mehr Sport auf dem Killes- berg. Sei es beschaulich, durch die hier in schönster Lage ein- ladende Kleingolfanlage. Oder sehr viel flotter und weltbekannt, am TC Weißenhof – Austragungsort des alljährlichen Mercedes Cup und demnächst von Sand auf Rasen wechselnd. An sehr viel Rasen vorbei laufen wir gemächlich zu unserem nächsten Ziel, der Roten Wand: kein Parkhaus mehr, dafür grüne Hügelchen und darüber eine Aussichtsplattform vor typischen Killesberg-Häusern. Nicht über sieben, nur über eine Brücke muss man gehen, um von dort die Rennbahn Am Kochen- hof zu überqueren, an der neuen Mini- Wohnsiedlung am Adolf-Fremd-Weg – zeitgemäße Ergänzung der historischen Kochenhofsiedlung – vorbei zur Messe. Denkste! Wo bis 2007 über 50 Jahre lang tris- te Hallen Messebesucher in Massen anlockten, lächelt jetzt ein neues Stadtquartier und Einkaufs- ziel in Weißenhof-Weiß, die Killesberghöhe. Über das nicht von jedem geliebte Labyrinth zwischen grünen Wällen der Grünen Fuge steigt weißer Rauch auf: Kein neuer Papst kommt, nur ein altes Bähnchen. Zum Beispiel der Tazzel- wurm schnauft seit 1931 seine 2,1 Kilometer über die Schmalspurgleise des Höhenparks. Beim Rundgang über den Killesberg kann es nicht erspart bleiben, auch daran zu denken: Rund 800 Kilometer weit, eng aneinandergepfercht, mussten in den Jahren 1941/42 etwa 2000 jüdische Mit- bürger vom Sammellager am Killesberg über den Nordbahnhof ihre grausame Reise in den Tod in Auschwitz und anderswo an- treten. Eine späte, aber aussagekräftige Gedenkstätte erinnert daran. Danach sonnigen Gemüts weiter durch den Höhenpark zu schlendern, fällt schwer. Beim Chipperfield-Haus, dem fünfgeschossigen Neubau auf der Killesberghöhe, und der nebenan befindlichen ökumeni- schen Kita gehen wir auf die andere Seite der Stresemannstra- ße. Zum Augustinum am Killesberg, das vor wenigen Jahren in der Oskar-Schlemmer-Straße eröffnet wurde. Nur ein paar Schritte trennen die „älteren Semester“ hier von den jüngeren nebenan: den Studie- renden der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste, Am Weißenhof 1. 4 5 6 11Reportage

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