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Killesberghöhe Magazin

W as die wenigsten wissen: Das Mindesthaltbarkeitsdatum ist kein Verfallsdatum, sondern eine Herstellergarantie für die Produktqualität; mit unterschiedlichen Fristen je nach Produkt. Nach dessen Ablauf kann das Lebensmittel ohne Wei- teres noch verzehrt werden – der wesentliche Unterschied zum Ver- brauchsdatum. Dieses und jenes zu beachten, macht den Unterschied zwischen leichtfertigem Wegwerfen und verantwortungsvollem Ver- brauch aus. „Sinnvoll für Mensch und Erde“ ist bei Alnatura und seinen fast 100 Filialen kein Werbespruch, sondern Unternehmensphilosophie. Eine Verantwortung im Denken, Fühlen und Handeln, die der sinnlosen Vernichtung von Lebensmitteln eine sinnvolle Verwendung entge- gensetzt. Durch kostenlose Überlassung der Produkte an die Tafel – Einkaufsquelle für die immer größer werdende Gruppe derer, die nicht shoppen geht, sondern ansteht. Um zu leben und zu überleben. Täglich, außer sonntags, stellt Alnatura auf der Killesberghöhe seine per Mindesthaltbarkeitsdatum aussortierte oder durch Auslistung entfernte Ware – also künftig nicht mehr im Regal vorrätige Produkte – zusammen: Brot und Backwaren, Obst und Gemüse, sogenannte Trockenware wie Nudeln, Reis, Konserven und selbst Kosmetikartikel. Sind die Regale mit diesen Produkten ausgeräumt, die Körbe mit entsprechender Ware geleert, kommt all das, was Frau Killes und Herr von Berg vielleicht verschmähen, in Einkaufswagen, Kisten und Säcke. Und der Lieferwagen der nachbarschaftlichen Tafel aus Feuerbach an die Rampe im unterirdischen Garagentrakt der Lieferzone auf der Killesberghöhe. Obst, das vielleicht keinen Schönheitswettbewerb mehr gewinnt, Brezeln, die so fest sind, dass sie möglicherweise ein Weinfest zum Weinen bringen, Nudeln, die eine Köchin am Killesberg wegen des abgelaufenen Datums möglicherweise zum Kochen bringen … bringen bei der Tafel in Feuerbach Kunden zum Glück über ein Schnäppchen. Denn Lebensmittel, die uneingeschränkt für den Verzehr geeignet sind, werden im Tafelladen zu stark reduzierten Preisen an- geboten. Für Kunden, die mit X5 nichts anfangen können, aber mit Hartz IV: sozial Benachteiligte, Personen, deren Einkommen die Be- messungsgrenze der Sozialhilfe nicht übersteigt; oft Alleinerziehende, Rentner oder Arbeitssuchende. Die Tafel in Feuerbach ist für einige von ihnen nicht nur Einkaufs- quelle, sondern auch Arbeitsplatz. Denn der Tafelladen in Feuerbach schafft auch Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderungen, die die Eingliederung in den allgemeinen Arbeitsmarkt anstreben. Sie sortieren, registrieren, verwalten und verkaufen, was Alnatura von der Killesberg- höhe und andere ihnen geben. Und sie sind dankbar dafür, wie Saskia Ott, Filialeiterin bei Alnatura, erzählt. Weil sich der große Satz „Sinnvoll für Mensch und Erde“ dann oft genug in einem kleinen Wort ausdrückt: Danke. www.alnatura.de 34 PROFIL

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